Google FriendConnect – Google sammelt fleißig weiter Daten

6. Dezember 2008 | Blogs, Web 2.0 & SMO

Mit Google Friend Connect startet Google eine Konkurrenz zu MyBlogLog oder aber auch Facebook. Ich will gar nicht auf die Details der Anwendung eingehen, die kann man bei Heise, Baynado oder Alterfalter genauer nachlesen (achso, bei Google natürlich auch).

Was mich interessiert sind die Auswirkungen und der Nutzen, der von Google aus einer solchen Integration gezogen werden kann.

Wer sich häufig im Web herumtreibt, der will auf den meisten Seiten wohl auch erscheinen. Kennen wir von MyBlogLog. Ohne, dass man dort angemeldet ist, wird natürlich kein Gesicht im Widget “Ich war hier” angezeigt.

Neben Personal Search und Search Wiki sehe ich Google Friend Connect als ein weiteres Modul von Google, außerhalb der SERP (und der Messungen, die dort stattfinden) Qualität und Userverhalten zu tracken und zu sammeln.

Google will nicht ein cooles App zur Verfügung stellen, Google will Daten. Und Google weiss sehr wohl, dass mit den Usern, die einen eigenen Google-Account haben, die IGoogle oder was auch immer nutzen, keine allzu große Reichweite zu holen ist.

Daher setzt die Suchmaschine (oh mann..) auf die Websites und die Macht der Communities und soziale Integration, um weitere normale User, die nie im Leben einen Google-Account anlegen würden ins Imperium und auf die Server heimzuholen. Diese User kann man jetzt schön tracken und tracen.

Bin ich paranoid oder hab ich sogar was übersehen? Jedenfalls Bravo Google! Ein guter Schritt zu noch mehr Datenwust. Ich bin gespannt, wie schnell sich Google FriendConnect verbreitet, derzeit ja erstmal nur in Beta auf .com.

Für alle, die sich doch für die Funktionen interessieren, hier das Google Video zu FriendConnect.

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  1. 4 Kommentare

  2. das ip- und cookie-tracking-wölkchen wird immer größer über das ein user verfolgt werden kann.
    ich wage es einfach mal und behaupte, dass google schon jetzt in der lage ist bei 50% aller user im web komplette pfade abbilden zu können ;)

    doubleclick, adwords, adsense, analytics, search, friendconnect u.s.w., u.s.f. – was ist heute eigentlich nicht mehr ver-google-t?

    shakwave am Dez 10, 2008

  3. Auch hier danke für den Hinweis – man muss sich wohl das Thema öfter mal wieder in den Hinterkopf holen. Ich habe mir jetzt erstmal ein Plugin installiert, mit welchem man die Cookies besser “verwalten” kann und die Fragwürdigen Seiten wie Google auf “Session” bei der Gültigkeit gestellt. Das sollte erstmal das ganze verhindern. Flash Cookies sollte man allerdings nicht vergessen. Per Flash kann man auch gut Cookies setzen, welche NICHT von so einem Plugin verwaltet werden können – da hilft eigentlich nur eine “rm -rf ~/.macromedia” :)

    Olli am Dez 17, 2008

  4. Immer gerne Olli, Du darfst meinen Feed abonnieren :)

    hannes am Dez 18, 2008

  5. Es ist echt immer wieder erstaunlich, welche Macht sich Google innerhalb der letzten paar Jahre aufgebaut hat! Nicht nur, dass Google im Bereich der Suchmaschinen die Nase ganz weit vorne hat, sondern auch fast alle User besitzen schon einen Cookie von Google und somit “gläsern”.

    Wenn man nun einmal schaut, wie viele Urteile Google diesbezüglich schon einstecken musste, dann kann man vielleicht grob erahnen, was da wirklich alles passiert! Insbesondere bei der Bildersuche musste Google in den letzten Jahren verstärkt einstecken, zu letzt am 26.09.2008 (Az.: 308 O 248/07). Die Frage ist allerdings ob es Google wirklich interessiert? Francis Bacon sagte schon 1598 mit den Worten aus “For knowledge itself is power” (deutsch: Denn Wissen selbst ist Macht)

    Steve ** am Jan 9, 2009

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