Das Ende von no-nofollow.de

30. April 2008 | Blogs, Web 2.0 & SMO, Klatsch und Tratsch

No-nofollow wurde seinerzeit von ambitionierten Bloggern ins Leben gerufen, um dem Google-Tag rel=”nofollow” in den Blog-Kommentaren entgegenzuwirken. Verständlicherweise, denn die Kommentare und darin verlinkte andere Blogs sind (auch und vor allem durch Trackbacks) die Essenz der Blogosphäre. Leider bemerkten das auch die Spammer recht früh und Google gebar das nofollow-Attribut.

No-Nofollow.de ist war einst das Verzeichnis, in dem sich die no-nofollow-Blogs eintragen konnten. Das ist jetzt geschlossen. Ich hoffe nicht, dass ich mit Schuld bin (der Auslöser war ich jedenfalls nicht), denn ich habe meine Blogs gleich zweimal eingetragen. Einmal aus dem begründeten Verdacht zur Aufnahme, einmal aus Protest, dass sie nicht aufgenommen wurden, als letzter Blog aber Matt Cutts’ Blog (wohlweisslich NICHT no-nofollow) einen Eintrag fand.

Nachdem SEO-United vor zwei Tagen eine eigenständige Liste von no-nofollow-Blogs veröffentlicht hatte, gab es einen arg wilden Rummel bzgl. dieser Liste und das Verzeichnis wurde geschlossen. Grundgedanke des no-nofollow-Verzeichnisses und eben von Blogkommentaren sollte es schließlich nicht sein sein, SEO zu betreiben und Backlinks zu erarbeiten, sondern die Blogosphäre zu erweitern. Das ist auch die einschlägige Meinung der meisten Kommentatoren. Allerdings konnte auch die schlussendliche Stellungnahme von SEO-United die Blogger nicht beruhigen. Sie rochen wohl den Aufruf zum Spam zu stark.

Meine persönliche Meinung: Wenn solch ein Verzeichnis entsteht, gibt es natürlich Anlass, sich dort einzutragen, denn dafür ist ein Verzeichnis da. Da will ich auch nicht abstreiten, dass man vielleicht das ein oder andere Backlink-Häppchen abhaben möchte. Eine super Idee fand ich in Marios Verzeichnis zumal die Idee, die Spam-Versuche in einer separaten Liste aussortierte.

Eine Liste zu erstellen, ist da schon etwas anderes. Die druckt man sich aus legt man sich in die Bookmarks und geht nach und nach die Blogs ab um Guerilla zu betreiben. Solche Kommentare braucht niemand in seinem Blog und helfen auch nicht weiter. Groß allerdings, dass SEO-United direkt reagiert hat. Jeder kann mal Fehler machen, auch wenn diese Veröffentlichung ein rechtes Fettnäppfchen war. Dass die Szene sich nun aber gegenseitig zerfleischt, halte ich für übertrieben.

Immerhin: Die Kommentare im Ursprungsbeitrag von SEO-United haben gezeigt, wie die meisten SEOs doch mit einer weißen Kopfbedeckung behütet zu sein scheinen und Ihnen die Blogosphäre als solches erhalten bleiben möchte – ohne Spam.

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  1. 8 Kommentare

  2. ich finde es auch nicht toll, dass solche Listen veröffentlicht werden, doch wenn wir SEOs mal ehrlich sind, haben wir jeder schon einmal eine solche Liste aufgerufen. Genau ist es doch mit AVs und Webkatalogen. Der Unterschied ist hier wohl warscheinlich nur, dass man sich in AVs und Webkatalogen selbst eintragen kann und in dieser Liste plötzlich unverhofft zum “Opfer” von Blogspam wird…

    nunja – es gibt schlimmeres meiner Meinung nach ;)

    Marvin am Mai 2, 2008

  3. Hi Marvin, ich hab no-nofollow.de ehrlich gesagt auch schon genutzt um Blogs zu finden, bei denen ich Links lassen kann. Allerdings nur kurz, denn wie in den anderen Blogs und besonders von Friday betont wird: Es ist keine gute Art und auch ehrlich gesagt zu aufwendig.
    Da meine Blogs gar nicht sooo viel Traffic haben, ist es mir aus dieser Sicht auch egal, wenn ich in einer solchen Liste drin stehe. Wenn ich jeden Tag nen Eimer voll Spam aufn Müll bringen müsste, würde ich wohl aber auch anders denken.

    hannes am Mai 2, 2008

  4. Haben die Leute, die in solchen Listen stehen, nicht auch den Vorteil, dass auf sie gelinkt wird?

    Kristian am Mai 7, 2008

  5. Hi Kristian, im no-nofollow-Verzeichnis war das der Fall und auch ein Problem, weil viele (Spam)Seiten sich dort eingetragen haben, nur um einen Backlink zu bekommen.
    Die Liste, die hier angesprochen wird, habe ich selbst gar nicht mehr gesehen, weil sie sehr schnell wieder offline war. So wie sich das noch liest, konnte man die Liste allerdings nur downloaden. Da profitiert man entsprechend natürlich nicht.

    hannes am Mai 7, 2008

  6. Bei mir habe ich die Erfahrung gemacht, daß selbst solche Kommentatoren, die vermutlich nur kommentieren, um ihren eigenen Blog zu verlinken, eigentlich recht gutes Feedback liefern. Letztendlich ist das doch auch der Sinn eines Netzwerkes. Jeder kann über jeden gefunden werden. Google & Co. dabei auszuschließen, würde das Netzwerk letztendlich zerstören.

    Bezüglich der Liste: Wer Spammen will, findet seine Opfer auch ohne Liste! Insofern war no-nofollow.de eigentlich nur jeners Verzeichnis, das die lebendigen Punkte der Blogsphäre abbildete.

    Jena er am Mai 8, 2008

  7. “No-nofollow wurde seinerzeit von ambitionierten Bloggern ins Leben gerufen”

    Lol, der war gut!

    nix am Nov 28, 2008

  8. Hallo, ich finde man sollte diesen Verzeichnissen eher wenig bis gar keine Beachtung schenken. Meiner Meinung nach ist die gute alte Blogroll der bessere Weg einen link zu setzen und zu bekommen der auch Themen relevant ist.

    Jeder freut sich doch über einen geschenkten Link und viele schenken auch zurück. Derartiges Linktauschen wird von Suchmaschinen zwar nicht so hoch bewertet wie eine einseitige Verlinkung, allerdings kann sie bei Themen Relevanz viele, viele, interessante, direkte Besucher generieren.

    Mein Neuer BLOG z.B. dreht sich um Traffic Steigerung,
    Online-PR, Suchmaschinen- Optimierung, Die richtige Positionierung und Marketinginstrumente. Dort würde ich mich sehr über einen Link tausch freuen.

    Bandak Severin am Mrz 11, 2010

  1. 1 Trackback(s)

  2. Jul 6, 2008: Nofollow - Google gegen SEO - WhiteSide SEO

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