Lokale Erweiterung der Google-SERPs

6. Februar 2008 | SEO Gedanken, Suchtechnologie

Johannes hat entdeckt, dass Google offensichtlich immer mehr User auf den eigenen Seiten halten will und entsprechend jetzt auch Informationen in den deutschen SERPs anzeigt. So geben Suchen nach Städten oder anderen lokalen Bezügen wie z.B. Stadtname+Einwohner an der ersten Position in den SERPs sofort präzise Informationen zurück. Als Beispiel sei Einwohner Köln genannt. Das funktioniert auch mit Flüssen, Maßeinheiten, KFZ-Kennzeichen etc. Entgegen aller anderen Positionen in den SERPs wird die URL via query übergeben und nicht direkt per a href.

Für mich selbst lässt sich allerdings nicht feststellen, mit welchem System und bei wem Google die Daten ausliest? Quellcodetechnisch ist da ja fast alles dabei.. divs, tables, plaintext, so dass keine Präferenz von seiten Google sichtbar wird. Als Nebeneffekt kann man daraus ableiten, wie gut Google inzwischen Tabellenzellen zuordnen und auslesen kann.

Google scheint auch beim Anzeigen des Quell-Links keine Präferenz zu haben, wie mir scheint. Der gute Rechtsanwalt im Beispiel dürfte nicht unbedingt die Instanz sein, wo man solche Informationen abrufen mag. Offenkundig sollte es allerdings auch noch andere Seiten geben, auf denen diese Informationen zu finden sind (zeigen auch diverse Suchen), somit ist fraglich, wie gematcht wird.

Auffällig ist, dass die Quellen vermischt werden. Erento hat im Beispiel-Link gar keine Informationen über die Aktualität der Daten angegeben, die kommt nur von firmendb. Wikipedia hat sogar eine andere Zahl und Aktualität angegeben. Anscheinend wird hier nach größtem gemeinsamen Nenner ausgewählt. Auffällig ist auch, dass wohl (noch?) nicht alle Seiten zur Quell-Datei herangezogen werden.

Bei der Suche nach Einwohner Köln werden einige Seiten angezeigt, die direkt in der Description die gewünschte Informationen enthalten, allerdings nicht in der oberen Position als Quelle erwähnt werden. So könnte man erwarten, dass meinestadt.de prädestiniert als Datenlieferant wäre. Wenn Google die Wikipedia-Tabellen auslesen kann, warum nicht auch die Statistik-Daten von meinestadt.de?

Was auf jedenfall bemerkbar wird, ist, dass Google einen weiteren Schritt geht, um die lokale Suche auf den eigenen Seiten zu behalten. Nach der Maps-Erweiterung sinken entsprechend positionierte Seiten bei gegebenen Keywords noch weiter under-the-fold. Zumal der User bei einem solch gelungenen Ergebnis wohl kaum noch irgendetwas klicken wird.

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